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Taylor Brooks

Untertitel speichern: Eingebrannt oder Sidecar?

Erfahre die Vor- und Nachteile von eingebrannten Untertiteln und Sidecar-Dateien – plus Tipps für effiziente Veröffentlichung.

Einführung

Als unabhängiger Creatorin oder Editorin geht es beim Thema Untertitel ins Video speichern nicht nur darum, auf „Exportieren“ zu klicken – entscheidend ist, das richtige Untertitel-Format und den passenden Workflow für dein Publikum, deine Plattformen sowie mögliche künftige Anpassungen zu wählen. Die Entscheidung zwischen *eingebrannten Untertiteln (fest ins Videobild integriert) und Sidecar-Dateien (separate SRT- oder VTT-Dateien) beeinflusst Barrierefreiheit, nachträgliche Bearbeitbarkeit und letztlich auch die Interaktionsraten.

Oft wird übersehen, dass Transkriptionstools nicht nur Text generieren – sie liefern sofort sauber strukturierte, zeitlich exakt abgeglichene Sidecar-Dateien, und genau diese Ausgabe ist direkt Teil der Entscheidung. Wenn du mit Links arbeitest, statt Rohuntertitel herunterzuladen und manuell zu bereinigen, beschleunigt das beide Workflows und stellt sicher, dass deine Inhalte den Plattformrichtlinien entsprechen. Tools wie Sofort-Transkriptgeneratoren mit exakten Zeitcodes erstellen aus einem YouTube-Link oder Upload in Sekunden eine sofort nutzbare Untertiteldatei – so wird die Frage „Eingebrannt oder Sidecar?“ zu einer strategischen Entscheidung und nicht zur technischen Hürde.

In diesem Leitfaden schauen wir uns zuerst die Unterschiede zwischen eingebrannten und Sidecar-Dateien an – mit sämtlichen Vor- und Nachteilen – und gehen dann Schritt für Schritt durch, wie du beide Varianten mit Link-basierten Transkript-Ausgaben erstellst.


Eingebrannt vs. Sidecar – die Grundlagen

Was „eingebrannt“ wirklich heißt

Eingebrannte Untertitel – auch Open Captions genannt – werden beim Codieren des Videos dauerhaft ins Videobild integriert. Sie sind immer sichtbar, unabhängig von den Player-Einstellungen oder Plattform-Funktionen. Das garantiert, dass selbst bei stummem Autoplay die Untertitel erscheinen – ein großer Vorteil für kurzformatige Inhalte auf Social Media.

Die Kehrseite:

  • Nicht reversibel: Änderungen oder Korrekturen erfordern einen kompletten erneuten Export aus dem Originalprojekt.
  • Design festgelegt beim Export: Auswahl von Schriftart, Größe und Farben nur vor dem Einbrennen möglich – spätere Anpassung durch Zuschauer*innen entfällt.
  • Barrierefreiheits-Limitierungen: Plattformen können eingebrannte Untertitel nicht automatisch übersetzen (Quelle).

Sidecar-Dateien – SRT und VTT

Sidecar-Dateien liegen separat vom Video vor, meist im Format SRT oder VTT (Quelle). Sie enthalten Text und Timing-Informationen und werden vom Player eingeblendet.

Vorteile:

  • Unbegrenzt bearbeitbar: Untertitel können jederzeit ohne erneute Videocodierung aktualisiert werden.
  • Anpassbar durch Zuschauer*innen: Größe, Stil und Anzeige lassen sich individuell einstellen oder ganz deaktivieren.
  • Mehrsprachigkeit: Für ein Video können mehrere Sprachversionen hochgeladen werden (Quelle).

Nachteile:

  • Plattformabhängig: Wenn der Player Sidecar-Dateien oder SRT/VTT nicht unterstützt, erscheinen die Untertitel nicht.
  • Uneinheitliches Styling: Die Optik hängt von den Darstellungsoptionen des jeweiligen Players ab.

Entscheidungshilfe – eingeben oder separat speichern?

Ob du Untertitel ins Video einbrennst oder als Sidecar-Datei erstellst, hängt ab von Plattformverhalten, Bearbeitungsbedarf und Barrierefreiheitsansprüchen. Kurzanleitung:

  1. Eingebrannt wählen, wenn:
  • Dein Content im Autoplay stumm läuft (TikTok, Instagram Reels, Facebook).
  • Sichtbarkeit ohne jegliche Nutzeraktion garantiert sein soll.
  • Du eine finale Masterdatei für einsprachige Nutzung an Kund*innen lieferst.
  1. Sidecar wählen, wenn:
  • Die Plattform Untertitelumschaltung anbietet (YouTube, Vimeo, Brightcove).
  • Du mit nachträglichen Änderungen oder Ergänzungen rechnest.
  • Mehrsprachige Optionen aus einer einzigen Videodatei bereitstehen sollen.
  • Barrierefreiheit oder individuelle Anpassung wichtig sind.

Kurz gesagt: Autoplay-Feeds brauchen eher eingebaute Untertitel, Video-on-Demand-Plattformen profitieren von Sidecars. Wer für beide Welten produziert, wird oft zwei Fassungen pflegen müssen.


Teil 1: Sidecar-Dateien aus Sofort-Transkripten erstellen

Untertitel entstehen aus Transkription. Statt komplette Videos herunterzuladen, um unstrukturierte Untertitel zu extrahieren, nutzen moderne Workflows Link-basierte Tools. Einfach den Video-Link einfügen oder die Datei hochladen und sofort ein sauberes, strukturiertes Transkript mit Sprecherkennzeichnung und Zeitcodes erhalten – bereit zum Export als SRT/VTT.

Beispiel-Workflow:

  1. Transkript erstellen: Video-Link (YouTube, Vimeo, Social) in ein Tool einfügen, das direkt mit Links arbeitet. So bleibst du regelkonform und umgehst manuelle Nachbearbeitung.
  2. Als SRT/VTT exportieren: Im Export-Menü gewünschtes Format auswählen, Zeitcodes unverändert beibehalten.
  3. Auf Plattform hochladen: Bei YouTube im Bereich „Untertitel“ Datei hochladen, Timing anpassen (bei vorhandenen Zeitcodes „mit Timing“ wählen) und automatisch synchronisieren lassen (Quelle).

Passagen neu zu strukturieren kann mühsam sein, doch Batch-Funktionen mit automatischer Neu-Segmentierung – etwa mit flexiblen Transkript-Tools – teilen den Text in optimierte Untertitelzeilen, bevor du exportierst. So entfällt das manuelle Zerschneiden später.


Teil 2: Untertitel ins Video einbrennen

Beim Einbrennen werden Untertitel beim Export fest ins Videobild integriert. Ob mit professioneller Videoschnittsoftware oder leichtgewichtigen Encodern – die Schritte sind ähnlich.

Wichtige Schritte:

  1. Untertitel vorbereiten: Saubere, korrekt getimte SRT-Datei verwenden – Fehler bleiben nach dem Einbrennen dauerhaft. Am besten vorher ein automatisches Cleanup durchführen, um Groß-/Kleinschreibung, Interpunktion oder Füllwörter zu optimieren. Tools mit automatischem Format- und Text-Feinschliff sichern konsistente Qualität vor dem Export.
  2. In Video-Editor importieren: SRT-Datei in die Timeline einfügen, Schriftart, Farbe, Größe und Position nach Branding anpassen.
  3. Mit Untertiteln exportieren: MP4 mit H.264 wählen für gute Balance aus Qualität und Kompatibilität. Bildrate und Bitrate vom Original übernehmen, um Qualitätsverluste zu vermeiden.
  4. Mehrfach-Rendering vermeiden: Untertitel in einem einzigen Export-Durchlauf einbrennen, um die Bildqualität zu sichern (Quelle).

Eingebrannte Untertitel vergrößern die Datei meist nicht merklich – Dateigröße hängt vor allem von Codec-Einstellungen ab. Da sie jedoch dauerhaft im Bild sind, ist sorgfältige Qualitätsprüfung vor dem Export Pflicht.


Barrierefreiheit und Lokalisierung

Barrierefreiheit ist für viele Creatorinnen unverzichtbar. Sidecar-Dateien lassen sich von Screenreadern auslesen, erlauben Zuschauerinnen optische Anpassungen und unterstützen mehrere Sprachen im selben Video (Quelle). Eingebrannte Untertitel können nicht automatisch übersetzt werden – für jede Sprache bräuchte es eine separate Videodatei.

Wer internationales Publikum im Blick hat, spart mit Sidecars enorm Zeit bei der Lokalisierung: ein Video, viele Untertitelspuren.


Fazit

Die Frage, wie man Untertitel ins Video speichert, ist weniger ein technisches Problem als eine strategische Weichenstellung: Sie entscheidet, wie dein Publikum deine Inhalte erlebt, wie flexibel du später Anpassungen vornehmen kannst und wie gut sie plattformübergreifend performen.

  • Eingebrannte Untertitel sichern Sichtbarkeit in stummem Autoplay, machen nachträgliche Änderungen jedoch aufwendig.
  • Sidecar-Dateien bieten langfristige Flexibilität, bessere Barrierefreiheit und effizientere Mehrsprachigkeit.
  • Setze früh im Workflow auf präzise, automatisch generierte Transkripte und exportiere saubere SRT/VTT-Dateien, um unnötige Arbeitsschritte zu vermeiden.

Wer von Anfang an sauber arbeitet, kann mühelos zwischen Formaten wechseln. Egal ob du Untertitel einbrennst oder als Sidecar bereitstellst – mit dem richtigen Vorlauf laufen spätere Prozesse reibungslos und die Untertitel sehen nicht nur gut aus, sondern funktionieren optimal für dein Publikum.


FAQ

1. Kann ich Untertitel aus einem eingebrannten Video wieder herausziehen? Nicht in guter Qualität. Eingebrannte Untertitel sind Teil des Videobilds. OCR-Software kann sie versuchen zu extrahieren, doch die Genauigkeit ist gering. Sidecar-Dateien bleiben die einzige vollständig bearbeitbare Lösung.

2. Machen eingebrannte Untertitel die Datei größer? Meist nicht. Die Dateigröße hängt von Codec, Bitrate und Auflösung ab. Untertitel sind Teil des Bildes und beeinflussen die Größe kaum.

3. Zeigt mein Fernseher eine Sidecar-Datei an? Nur wenn der integrierte Player das Untertitel-Format (SRT/VTT) unterstützt und die Datei im selben Ordner wie das Video liegt. Viele Smart-TVs tun das, ältere Modelle oft nicht.

4. Kann eine Plattform eingebrannte Untertitel übersetzen? Nein. Automatische Übersetzungstools wie bei YouTube benötigen die Textspur aus einer Sidecar-Datei.

5. Soll ich für Sidecars SRT oder VTT nutzen? SRT ist weit verbreitet und simpel. VTT bietet mehr Möglichkeiten für Styling und Metadaten. Für maximale Plattformkompatibilität ist SRT meist die sichere Wahl.

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